Seit einigen Wochen bin ich nun schon wieder in der trauten Heimat Bielefeld, hier geht's drunter und drüber, ich versuch meine komische Diplomarbeit auf die Reihe zu kriegen und mal alle netten Menschen wieder zu sehen.
Bin etwas zu faul, darüber zu schreiben, was sonst noch so in den letzten Wochen in Sri Lanka passiert ist...jedenfalls war ich in nem Nationalpark und bin im Dunkeln auf nen hohen Berg geklettert... das soll reichen. Wer mehr wissen will, kann mich ja anrufen und eine Foto-CD bestellen.
Adios, war nett mit Euch!
Anne in Sri Lanka
Dienstag, 24. Juni 2008
Freitag, 16. Mai 2008
Sugathananda Maha Vidyalaya
Am Mittwoch habe ich eine Schule in Madampe (ca. 70 km noerdlich von Colombo) besucht. Die Schule wurde 1941 von Sureshs Grossvater gegruendet, heisst so wie die Ueberschrift und wir hatten uns zu einem Besuch angemeldet. Der Direktor fuerhte uns herum und erklaerte eine ganze Menge.
Ich moechte fuer die Schueler dieser Schule gern ein Hilfsprojekt einrichten und hier kommen erstmal einige Fotos, so dass man einen Eindruck erhaelt.
Mehr zum Projekt dann spaeter, wenn ich mit dem Direktor noch einmal Kontakt aufgenommen habe.

Das ist der Direktor, Mr. Kumara, vor dem Kinder ganz schoen Respekt haben...um nicht zu sagen, dass sie vor ihm kuschen...

Jeder wollte aufs Bild.

Auf dem Schulhof hab es frueher einen grossen Fischteich, jetzt ist das leider eine Muellkippe. Weil die Stadtverwaltung den Muell unregelmaessig abholt, muss dieser ja irgendwo hin. Wenn Geld da ist, soll das Loch aber zugemacht werden, da es vor allem fuer die kleinen Schueler zu gefaehrlich ist, ganz zu schweigen davon, dass ne Muellkippe aufm Schulhof vielleicht auch nicht so schoen ist...

Die Maedels aus dieser Klasse haben am ausdauernsten gewunken und gekichert.

Die Buecherei, die gerade neu sortiert wird und ein paar Neuerscheinungen vertragen koennte.

Mittagspause: Das Essen bringen die Kinder entweder von zu Hause mit, es koennen aber auch Kleinigkeiten an einem Stand gekauft werden, ist aber fuer die meisten Kinder sowieso nicht bezahlbar. Gegessen wird natuerlich mit den Haenden.

Und danach gehts nach draussen, zum Wasserhahn: Haende waschen und schnell nen Schluck trinken.

Zwischen den Klassengebaeuden wird versucht ein bisschen Gruen zu schaffen. In den Baeumen haengen Schilder mit netten Spruechen ueber das Leben, gegenseitige Toleranz und so weiter.
Die etwas aelteren Schueler in einem Klassenzimmer.

Schulhof.

Grinsebacken (davon gabs reichlich...)

Und auch die wollten alle mit aufs Foto!

Klassenzimmer der Kleinen.

Gebaeude und Schulhof der Erstklaessler.

Toilettenhaeuschen.

Was gibts da gross zu sagen: Jungs, mit denen man am liebsten sofort rumtoben wuerde...

...und mit denen natuerlich auch.

...ach ja mit denen auch!
Es war sooo schoen dort!
Ich moechte fuer die Schueler dieser Schule gern ein Hilfsprojekt einrichten und hier kommen erstmal einige Fotos, so dass man einen Eindruck erhaelt.
Mehr zum Projekt dann spaeter, wenn ich mit dem Direktor noch einmal Kontakt aufgenommen habe.
Das ist der Direktor, Mr. Kumara, vor dem Kinder ganz schoen Respekt haben...um nicht zu sagen, dass sie vor ihm kuschen...
Jeder wollte aufs Bild.
Auf dem Schulhof hab es frueher einen grossen Fischteich, jetzt ist das leider eine Muellkippe. Weil die Stadtverwaltung den Muell unregelmaessig abholt, muss dieser ja irgendwo hin. Wenn Geld da ist, soll das Loch aber zugemacht werden, da es vor allem fuer die kleinen Schueler zu gefaehrlich ist, ganz zu schweigen davon, dass ne Muellkippe aufm Schulhof vielleicht auch nicht so schoen ist...
Die Maedels aus dieser Klasse haben am ausdauernsten gewunken und gekichert.
Die Buecherei, die gerade neu sortiert wird und ein paar Neuerscheinungen vertragen koennte.
Mittagspause: Das Essen bringen die Kinder entweder von zu Hause mit, es koennen aber auch Kleinigkeiten an einem Stand gekauft werden, ist aber fuer die meisten Kinder sowieso nicht bezahlbar. Gegessen wird natuerlich mit den Haenden.
Und danach gehts nach draussen, zum Wasserhahn: Haende waschen und schnell nen Schluck trinken.
Zwischen den Klassengebaeuden wird versucht ein bisschen Gruen zu schaffen. In den Baeumen haengen Schilder mit netten Spruechen ueber das Leben, gegenseitige Toleranz und so weiter.
Die etwas aelteren Schueler in einem Klassenzimmer.
Schulhof.
Grinsebacken (davon gabs reichlich...)
Und auch die wollten alle mit aufs Foto!
Klassenzimmer der Kleinen.
Gebaeude und Schulhof der Erstklaessler.
Toilettenhaeuschen.
Was gibts da gross zu sagen: Jungs, mit denen man am liebsten sofort rumtoben wuerde...
...und mit denen natuerlich auch.
...ach ja mit denen auch!
Es war sooo schoen dort!
Freitag, 9. Mai 2008
Hochzeit! Teil I
Zum zweiten Mal war ich auf eine Hochzeit eingalden. Diesmal wollte sich ein alter Schulfreund von Suresh trauen, den ich schon vor Monaten in Madampe kennenlernt hatte und der mich bei einigen Glaeschen Arrack dann auch promt einlud.
Die Hochzeit fand etwas noerdlich von Negombo in einem schoenen Hotel direkt am Strand statt. Dhammika und Wasana sind schon seit 10 Jahren ein Paar, Dhammika waere wegen Liebesbriefen an seine Wasana damals wohl fast von der Schule geflogen, weil aus ihrer Familie passender Weise auch noch ungefaehr alle Lehrer sind...Weil Dhammika aber so gut in der Schule war, durfte er dann doch bleiben und nun sind sie vermaehlt!
Zu Beginn gab es sogar typische Kandy-Taenzer, die Braut und Braeutigam jeweils getrennt zum Vermaehlungspodest geleiteten.

Hier war dann schon alles ueberstanden:

Wie ich von der letzten Hochzeit schon berichtet hatte, gab es auch hier diverse Rituale (Halskette und Sari umlegen, Geschenke fuer die Eltern, Betelblaetter, Gesang usw.).
Die Braut hatte einen wunderschoenen weissen Sari mir vielen Goldverzierungen an, der 25000 Rupies gekostet hat (wenn man dann wieder ueberlegt, dass unsere kleine Priyanka 8000 im Monat verdient, kann man sich schnell ausmalen, dass das eine etwas reichere Hochzeit war). Zudem trug sie viele viele lange Goldketten, Armreifen, Ringe, Ohrringe und Kopfschmuck...nachdem ich gefragt habe, gab sie auch zu, dass das alles ganz schoen schwer war!

Nach der Feierei, die so etwa bis 15 Uhr dauerte, wurden die beiden zu ihrem Hochzeitsauto geleitet und ab in den Honeymoon verabschiedet. Jetzt verbringen die beiden eine Woche gemeinsam in Kandy, bevor es am naechten Mittwoch mit dem Homecoming weitergeht, daher an dieser Stelle auch nur Teil1. Da ein Hochzeitstag nicht reicht, wird naemlich auch noch an einem zweiten Tag gefeiert, da findet dann die eigentliche Party statt, der erste Teil ist "nur" die Zeremonie. Trotzdem liessen es sich die meisten Herren nicht nehmen, sich auch tagsueber ordentlich zu besaufen...

Zum Schluss noch eine Anne im Sari. Den habe ich mir von Sureshs Mama geliehen, sie hat das Oberteil extra fuer mich abgeaendert und jetzt will sie ihn mir schenken... Alle weiblichen Gaeste haben grosse Augen gemacht, als sie hoerten, dass ich den Sari allein gebunde habe. Vekehrte Welt uebrigens auch beim Hochzeitsessen: das Brautpaar wollte ganz vornehm sein und ass mit Messer und Gabel (hinterher haben sie zugegeben, dass das ganz schoen schwierig fuer sie war), ich hingegen hab wie alle anderen auch mit den Haenden gegessen, was dann wiederum Verwunderung ausloeste...hihi
Weiter also mit Teil 2 naechste Woche...
Die Hochzeit fand etwas noerdlich von Negombo in einem schoenen Hotel direkt am Strand statt. Dhammika und Wasana sind schon seit 10 Jahren ein Paar, Dhammika waere wegen Liebesbriefen an seine Wasana damals wohl fast von der Schule geflogen, weil aus ihrer Familie passender Weise auch noch ungefaehr alle Lehrer sind...Weil Dhammika aber so gut in der Schule war, durfte er dann doch bleiben und nun sind sie vermaehlt!
Zu Beginn gab es sogar typische Kandy-Taenzer, die Braut und Braeutigam jeweils getrennt zum Vermaehlungspodest geleiteten.
Hier war dann schon alles ueberstanden:
Wie ich von der letzten Hochzeit schon berichtet hatte, gab es auch hier diverse Rituale (Halskette und Sari umlegen, Geschenke fuer die Eltern, Betelblaetter, Gesang usw.).
Die Braut hatte einen wunderschoenen weissen Sari mir vielen Goldverzierungen an, der 25000 Rupies gekostet hat (wenn man dann wieder ueberlegt, dass unsere kleine Priyanka 8000 im Monat verdient, kann man sich schnell ausmalen, dass das eine etwas reichere Hochzeit war). Zudem trug sie viele viele lange Goldketten, Armreifen, Ringe, Ohrringe und Kopfschmuck...nachdem ich gefragt habe, gab sie auch zu, dass das alles ganz schoen schwer war!
Nach der Feierei, die so etwa bis 15 Uhr dauerte, wurden die beiden zu ihrem Hochzeitsauto geleitet und ab in den Honeymoon verabschiedet. Jetzt verbringen die beiden eine Woche gemeinsam in Kandy, bevor es am naechten Mittwoch mit dem Homecoming weitergeht, daher an dieser Stelle auch nur Teil1. Da ein Hochzeitstag nicht reicht, wird naemlich auch noch an einem zweiten Tag gefeiert, da findet dann die eigentliche Party statt, der erste Teil ist "nur" die Zeremonie. Trotzdem liessen es sich die meisten Herren nicht nehmen, sich auch tagsueber ordentlich zu besaufen...
Zum Schluss noch eine Anne im Sari. Den habe ich mir von Sureshs Mama geliehen, sie hat das Oberteil extra fuer mich abgeaendert und jetzt will sie ihn mir schenken... Alle weiblichen Gaeste haben grosse Augen gemacht, als sie hoerten, dass ich den Sari allein gebunde habe. Vekehrte Welt uebrigens auch beim Hochzeitsessen: das Brautpaar wollte ganz vornehm sein und ass mit Messer und Gabel (hinterher haben sie zugegeben, dass das ganz schoen schwierig fuer sie war), ich hingegen hab wie alle anderen auch mit den Haenden gegessen, was dann wiederum Verwunderung ausloeste...hihi
Weiter also mit Teil 2 naechste Woche...
"Eene Besuch im Zoo...
oh oh oh oh. Nee wat is dat schoen, nee wat is dat schoen!"
(Fuer alle Nicht-Rheinlaender: Es handelt sich um einen Karnevalshit allererster Sahne!)
(Fuer alle Nicht-Rheinlaender: Es handelt sich um einen Karnevalshit allererster Sahne!)
An meinem ersten Nicht-mehr-Praktikant -sein-Wochenende, trafen wir uns alle (Anja, Judith, Michael, Sven, Suresh und ich) am Samstagmorgen zu einem Rundgang durch den Zoo von Colombo. Dieser ist angeblich fuer asiatische Verhaeltnisse in der Haltung schon ziemlich artgerecht...bei einigen Kaefigen hatten wir da aber durchaus unsere Zweifel... Ein riesiges Flusspferd verfuehrte mich sogar dazu unsere Wasserflasche in seinen Mund zu leeren, weil im ganzen Gehegen keine Wasserquelle war, in einem Kaefig von etwa 40 qm sassen 21 Adler...naja, ich weiss nicht. Aber irgendwie wars trotzdem spannend und unerwartet gross. Es gab viele Raubtiere, tolle Elefanten (einer war fast so alt wie Papa Jahrgang 1949), ein Aquarium, viele Voegel und Affen und hier ist mal eine kleine Auswahl:
Zunaechst ein pissender Esel fuer Kaithe!
Die kleinen Flusspferde hatten wenigsten Wasser...
...und haben uns ununterbrochen ihre langen Zaehne gezeigt...wollten die vielleicht was essen?
Dieser Kauz sah so schoen bloed aus beim Baden...
Fette Krokodile und Alligatoren gabs auch
Und Schlagen natuerlich auch... ganz giftige Vipern sogar. Das hier ist ne gruene Anaconda, die ich schon ganz schoen beeindruckend fand, bis...
...ich diese riesige Python gesehen habe, dieses Knaeuel hatte sicherlich nen Durchmesser von einem Meter mindestens, wahrscheinlich hatte die grad nen Bueffel verschluckt. Sah aus wie ein riesengroesser zusammengefalteter Teppich. Und nur so nebenbei, diese Schlagen gibt es in Sri Lanka relativ haeufig...
Nach dem Zoobesuch fuhren wir zu einem sehr bekannte Fischrestaurant und nach einem Krebssandwich war ich geruestet fuer die anstehende Shoppingtour, die wir noch gemeinsam machten.
Zum Abschluss des tages fuhren wir noch in ein Restaurant, das vom Architekten des Parlaments designt wurde. Da war alles sehr schick, es kamen ausschliesslich Weisse zum Essen, aber die Atmosphaere war wunderbar. Ueberall hingen bunte Kunstwerke an den Waenden, es gab entspannte Musik und viel warmes Holz.
Mal wieder Sueden...
Und ein weiterer Trip in den Sueden des Landes. Wie gewohnt ging es Freitag nach der Arbeit los mit dem Bus durch den Feierarbendverkehr von Colombo...Diesmal waren wir mal wieder alle zusammen unterwegs (Anja, Judith, Anne, Michael, Sven und Suresh).
Schliesslich gegen zehn endlich bei Bijou im Guesthouse angekommen und noch in nem Lokal am Strand gegessen.
Am naechsten Morgen dann ganz frueh nach Galle gefahren. Da war ich nun schon hundertmal durchgefahren, habe mir aber das alte Hollaenderfort, dass es dort zu sehen gibt, nie angeschaut.
Das Fort ist wie eine kleine andere Welt, wie eine kleine Stadt, es gibt Geschaefte, Gotteshaeuser fuer mindestens vier verschiedene Weltreligionen, Wohnhaueser, eine Polizei usw.
Hier mal ein paar Eindruecke:

Der Leuchtturm (und im Hintergrund zu erahnen der heutigen Hafen von Galle).

Die Befestigungsmauer. (Waehrend des Tsunamis haben diese alten dicken Mauern dem Fort wahre Dienste erwiesen, das Fort wurde fast gar nicht zerstoert, waehrend das neue Galle fast komplett verwuestet wurde, Galle war eine der vom Tsunami am schlimmsten betroffenen Staedte). Der Moench geniesst offenbar auch die Aussicht auf das schoene und erstaunlich klare Meer.

Polizeistation aus der britischen Besatzungszeit. Am Giebel kann man den Hahn sehen, der das Wahrzeichen von Galle ist (angeblich hat Galle daher auch seinen Namen.)

Typische Strasse. Es gibt massenhaft Gebaeude aus der Kolonialzeit, nur einige kleine Bausuenden sind begangen worden... ist mir allerdiengs voellig unverstaendlich, wie man dafuer ne Genehmigung bekommen kann...das Fort ist naemlich uebrigend Unesco Weltkulturerbe.

Kirche aus der Zeit der Hollaender. Nur weniger Meter weiter steht dann die Anglikanische...

Schickes Haus! (hab vergessen, was das war :) )
Obwohl wir frueh da waren, wurde es schnell unertragelich heiss und so ging es weiter nach Koggalla. Dort fand an diesem Tag die jaehrliche Party fuer alle Flintecmitarbeiter aus Koggalla statt. Wir hatten uns passender Weise in der Woche zuvor selbst eingeladen und so gab es in einem schicken Hotel am Strand fuer uns Freibier und ein leckeres Buffet. Anja und ich wagten uns sogar auf die Tanzflaeche, nachdem es ununterbrochen Aufforderungen dazu gab. Dort wurden wir dann wild umtanzt, alle hatten Spass und wir Muehe uns dort wieder rauszumanoevrieren...Am Nachmittag gab es noch so lustige Spiele wie Ballontanz (zwei Leute muessen mit nem Luftballon zwischen den Nasen tanzen, ohne das der Ballon rungterfaellt). Ich hab mich mit Sunil, dem General Manager aus Koggalla, der soooo lieb ist, dass ich ihn am liebsten als meinen Onkel haette, in den Ring gewagt, weil wir aber so wilde Taenzer sind, haben wir ungefaehr 2 Minuten durchgehalten...
Schliesslich haben wir noch bestimmt ne Stunde im Meer getobt, dass an dieser Stelle super Wellen und einen schoenen seichen Strand hatte. Es wurde gedoept (was ist das eigentlich fuern komisches Wort?!) was das Zeug haelt und diverse Beine weggezogen oder auch gerne getreten...klingt nicht so, war aber lustig!
Am Abend "wie immer" ein kuehles Bier in den Liegestuehlen ueber dem Meer und dabei der Sonne beim Untergehen zugesehen! Und danach richtig geschlemmt...


Frueh am naechsten Morgen wollten wir Haie beobachten, Sven hatte angekuendigt, dass er ne Stelle kennt, von der aus man welche sehen kann. Also hingeklettert...

...und dann das gesehen:

Das Meer war viel zu rauh! Also ab zurueck ins Bett!
Spaeter dann noch zum Strand gegangen...irgendwann fing es dann in Stroemen an zu regnen, was uns in keiner Weise vom Schwimmen und unseren lustigen Wasserspielchen abhielt. Da hat es einem wenigstens das salzwasser aus dem Gesicht gewaschen...
Am dem Rueckweg noch Mitbringsel erstanden...
Mein kleine Freund bei Bijou, hat mittlerweile auch schon viel Vertrauen zu mir. Als wir am Freitagabend ankamen, musste ich erst mal ne Runde mit ihm malen, so wie am Samstag und Sonntag auch:


Dabei gibt es sehr klare Vorstellungen, welchen Farben wie zu benutzen und zu kombinieren sind...Ich will ihn immer noch am liebsten mit nach Hause nehmen...
Nach einer leckeren Pizza bei Kumara (dem Wirt vom Restaurant nebenan) machten wir uns dann gegen 5 zurueck auf den Weg nach Hause.
Schliesslich gegen zehn endlich bei Bijou im Guesthouse angekommen und noch in nem Lokal am Strand gegessen.
Am naechsten Morgen dann ganz frueh nach Galle gefahren. Da war ich nun schon hundertmal durchgefahren, habe mir aber das alte Hollaenderfort, dass es dort zu sehen gibt, nie angeschaut.
Das Fort ist wie eine kleine andere Welt, wie eine kleine Stadt, es gibt Geschaefte, Gotteshaeuser fuer mindestens vier verschiedene Weltreligionen, Wohnhaueser, eine Polizei usw.
Hier mal ein paar Eindruecke:

Der Leuchtturm (und im Hintergrund zu erahnen der heutigen Hafen von Galle).

Die Befestigungsmauer. (Waehrend des Tsunamis haben diese alten dicken Mauern dem Fort wahre Dienste erwiesen, das Fort wurde fast gar nicht zerstoert, waehrend das neue Galle fast komplett verwuestet wurde, Galle war eine der vom Tsunami am schlimmsten betroffenen Staedte). Der Moench geniesst offenbar auch die Aussicht auf das schoene und erstaunlich klare Meer.

Polizeistation aus der britischen Besatzungszeit. Am Giebel kann man den Hahn sehen, der das Wahrzeichen von Galle ist (angeblich hat Galle daher auch seinen Namen.)

Typische Strasse. Es gibt massenhaft Gebaeude aus der Kolonialzeit, nur einige kleine Bausuenden sind begangen worden... ist mir allerdiengs voellig unverstaendlich, wie man dafuer ne Genehmigung bekommen kann...das Fort ist naemlich uebrigend Unesco Weltkulturerbe.

Kirche aus der Zeit der Hollaender. Nur weniger Meter weiter steht dann die Anglikanische...

Schickes Haus! (hab vergessen, was das war :) )
Obwohl wir frueh da waren, wurde es schnell unertragelich heiss und so ging es weiter nach Koggalla. Dort fand an diesem Tag die jaehrliche Party fuer alle Flintecmitarbeiter aus Koggalla statt. Wir hatten uns passender Weise in der Woche zuvor selbst eingeladen und so gab es in einem schicken Hotel am Strand fuer uns Freibier und ein leckeres Buffet. Anja und ich wagten uns sogar auf die Tanzflaeche, nachdem es ununterbrochen Aufforderungen dazu gab. Dort wurden wir dann wild umtanzt, alle hatten Spass und wir Muehe uns dort wieder rauszumanoevrieren...Am Nachmittag gab es noch so lustige Spiele wie Ballontanz (zwei Leute muessen mit nem Luftballon zwischen den Nasen tanzen, ohne das der Ballon rungterfaellt). Ich hab mich mit Sunil, dem General Manager aus Koggalla, der soooo lieb ist, dass ich ihn am liebsten als meinen Onkel haette, in den Ring gewagt, weil wir aber so wilde Taenzer sind, haben wir ungefaehr 2 Minuten durchgehalten...
Schliesslich haben wir noch bestimmt ne Stunde im Meer getobt, dass an dieser Stelle super Wellen und einen schoenen seichen Strand hatte. Es wurde gedoept (was ist das eigentlich fuern komisches Wort?!) was das Zeug haelt und diverse Beine weggezogen oder auch gerne getreten...klingt nicht so, war aber lustig!
Am Abend "wie immer" ein kuehles Bier in den Liegestuehlen ueber dem Meer und dabei der Sonne beim Untergehen zugesehen! Und danach richtig geschlemmt...


Frueh am naechsten Morgen wollten wir Haie beobachten, Sven hatte angekuendigt, dass er ne Stelle kennt, von der aus man welche sehen kann. Also hingeklettert...

...und dann das gesehen:

Das Meer war viel zu rauh! Also ab zurueck ins Bett!
Spaeter dann noch zum Strand gegangen...irgendwann fing es dann in Stroemen an zu regnen, was uns in keiner Weise vom Schwimmen und unseren lustigen Wasserspielchen abhielt. Da hat es einem wenigstens das salzwasser aus dem Gesicht gewaschen...
Am dem Rueckweg noch Mitbringsel erstanden...
Mein kleine Freund bei Bijou, hat mittlerweile auch schon viel Vertrauen zu mir. Als wir am Freitagabend ankamen, musste ich erst mal ne Runde mit ihm malen, so wie am Samstag und Sonntag auch:


Dabei gibt es sehr klare Vorstellungen, welchen Farben wie zu benutzen und zu kombinieren sind...Ich will ihn immer noch am liebsten mit nach Hause nehmen...
Nach einer leckeren Pizza bei Kumara (dem Wirt vom Restaurant nebenan) machten wir uns dann gegen 5 zurueck auf den Weg nach Hause.
Transport vorher-nachher
Der Osten!
Wegen des Neujahrsgfestes war die Firma eine ganze Woche lang geschlossen, heisst auch eine ganze Woche Zeit zu reisen und daher endlich die Gelegenheit weiter entfernte Ziele zu entdecken, die man an einem Wochenende nicht erreichen kann.
So planten wir (Judith, Anne und Suresh) einen Trip an die Ostkueste des Landes.
Montagmorgen ging es dann fuer Suresh und mich also los mit dem Bus einmal diagonal Richtung Nordosten ueber die Insel. Judith wollten wir in unserem Zielort treffen, da sie das Wochenende mit anderen Freunden aus Colombo verbracht hatte. In Habrana, einer verschlafenen kleinen Stadt war dann aber leider erstmal Schluss. Irgendwann fand sich dann aber ein kleiner Van, in dem wir Platz fande, ausser uns waren noch genau 3 andere Menschen Zivilisten in diesem Fahrzeug. Ueberhaupt waren an der Strecke von Habarana nach Trincomalee ungefaehr alle 100m kleine Wachposten mit Militaer aufgestellt und diverseste Checkpoints, um die wir relativ gut drum herum kamen, weil der Kleinbus ja voller zivilem Militaer steckte.
Vielleicht muss ich an dieser Stelle mal ein bisschen was zum Osten und insbesondere noerdlichen Osten des Landes erklaeren, da ich ja jetzt wieder wohlbehalten wieder zu Hause bin, kann ich es ja ruhig erzaehlen. In dieser Gegend tobte bis vor kurzem noch der Buergerkrieg. Links und rechts der groesseren Strassen ist jegliche hoehere Vegetation abgeholzt, um moegliche Angreifer sehen zu koennen, es gibt unzaehlige Checkpoints an denen normalerweise alle Passagiere des Vehikels aussteigen muessen, das Vehikel untersucht wird und jeder seinen Pass zeigen muss und einige Strassen werden allmorgendlich mit Metalldetektoren abgegangen, um moegliche Bomben zu finden.
Mittlerweile ist der Osten aber relativ sicher, meiner Einschaetzung und Erfahrung nach ist die Wahrscheinlichkeit in ein Bombenattentat zu geraten an ost- und Westkueste im Moment gleich hoch. Ich habe mich auch an keiner Stelle unsicher gefuehlt. Dennoch erinnert einen die aufdringliche Militaerpraesenz und Einschussloecher in Haeusern nachtuerlich wesentlich staerker als im Westen daran, dass im Land immer noch ein undgeloester Konflikt herrscht. Uns ist aber auch aufgefallen, dass die Soldaten im Osten viel netter zu uns waren, als im Westen. Mit einem breiten Laecheln hat man da sofort alle auf seiner Seite und wenn man sich dann noch als Weisser in diese Gegend "traut" ist man eh was besonderes, da natuerlich aufgrund der Sicherheitslage so gut wie keine Touristen mehr an die wunderschoene Ostekueste kommen.
Nachdem wir also den ganzen Tag mit der Reise verbracht haben (Entfernung schaetze ich auf 280km, ja dafuer braucht man hier einen ganzen Tag!) und uns mit Judith, Teresa und Gayan (den Freunden aus Colombo, die ich auch schon kannte) im Guesthouse in Upuveli direkt am Meer (70m bis zum Wasser) getroffen hatte, ging es nach nem Abendessen und ner Runde Kartenspielen dann auch bald in die Kiste.
Denn wenn man schon mal im Osten ist, wird nicht wie sonst immer der Sonnenuntergang, sondern der Sonnenaufgang beobachtet. Leider muss man dafuer unverschaemt frueh aufstehen...5:40.
Aber es hat sich gelohnt, trotzdem es ein bisschen wolkig war. Aber das hat die eigentliche etwas dramtische Schoenheit erst recht reizvoll gemacht! Und ha habe ich zum ersten Mal in dieser Woche gedacht: "wie koennen sich hier Menschen bekriegen?" Es sollte bei weitem nicht das letzte Mal sein...



Die Fischer waren natuerlich schon laengst unterwegs...
Teresa und Gayan mussten sich dann leider am Dienstagmorgen zurueck auf den Weg nach Colombo machen und so fuhren Judith, Suresh und ich mit dem Tuk-Tuk nach Nilaveli (noch etwas noerdlich von Trincomalee). Dort ist der Strand noch einsamer und noch schoener. Es ist eine Schande, dass keine Touristen hier sind, die Hotels krebsen ganz arg vor sich hin hier. Um so besser aber natuerlich fuer uns: so hatten wir den ganzen weiten Strand fuer uns, es ist unglaublich ruhig und einfach wie im Bilderbuch. Sollte ich mal heiraten, ist dieser Ort auf jeden Fall in der engsten Auswahl fuer die Flitterwochen!
Aber wir haben nicht nur auf der faulen Haut gelegen, sondern wollten schnorcheln gehen... Da man dort nicht einfach so mit jedem x-beliebigen Bootsverleih losduesen kann, weil das Meer dort natuerlich von der Navy bewacht ist und weil es gar nix zu leihen gibt, ist ja niemand da...muss man sich halt an die Navyjungs halten! Wir sind dann mit dreien von denen im Motorboot raus zu Pigeon Island gefahren (natuerlich nicht ohne Munitionsguertel und MG mit im Boot). Auf dieser kleinen Insel gibt es nichts ausser ein paar Tieren und wie der name schon sagt, ne ganze Menge Tauben.


Der Strand ist dort nicht aus Sand sondern versteinerten strahlend weissen Korallen...

Dort hab ich mir dann die Schwimmweste umgelegt, Taucherbrille und Schnorchel umgeschnallt und dann gings ab in eine andere Welt. Ich hab so was ja noch nie gemacht, das war wie in einen riesigen Fernseher zu gucken. Lauter bunte grosse und kleine Fische und ein Korallenurwald...
So sind wir dann ein Stuendchen da rumgepaddeln und haben vor uns hingestaunt. Dann haben wir auch noch nen kleinen Hai gesehen... Da es ziemlich heiss wurde sind wir dann auch wieder zurueckgefahren. Und hier noch mal unsere Armyjungs, die sich sicherlich ueber das Extra-Taschengeld von uns gefreut haben.

Den Rest des Tages haben wir dann bei dieser Aussicht, kuehlem Saft und Sandwiches verbracht:

Die Ostkueste ist wesentlich weniger besiedelt und die Infrastrurktur ist wesentlich schlechter, vor allem was die Strassen betrifft. Waehrend ich an der Westkueste immer mit dem Kopf schuetteln muss, wenn jemand Sri Lanka als Entwicklungsland bezeichnet, vergeht einem im Osten das Kopfschuetteln sehr schnell.
Wenn es auch aermlich ist, so ist die Landschaft dennoch wunderschoen. Hier ein Bild vom Weg zurueck nach Upuveli:

Am naechsten Morgen hiess es noch frueher aufstehen, denn wir wollten weiter nach Arugam Bay, das bedeutet einmal die halbe ostkueste runter gen Sueden zu fahren. Allein das waere schon weit, aber es gibt gar keine Busverbindung, die direkt von Trincomalee nach Arugam Bay fuehren wuerde. das beudetet, man faehrt erst wieder 2 Stunden landeinwaerts, um an einer bestimmten Kreuzung wieder Richtung Kueste zu fahren, um dann schliesslich endlich gen Sueden zu fahren. Wir haben an diesem Tag 13 Stunden im Bus verbracht! Dabei gibt es hier, nicht wie ander Ostkueste kleine klimatisierte Intercitybusse, die mal hier und dort halten, sondern grosse klapprige, vollgestopfte Busse, die jeden mitnehmen, der ein Handzeichen gibt.
Abgesehen davon, dass die Reise doch recht ermuedent war, entschaedigte die Aussicht vollends. Dadurch, dass man sich so relativ langsam fortbewegt, sieht man sehr sehr viel von Land und Leuten.
Hier kommen mal ein paar Eindruecke:

Da war die Strasse noch ganz ok...

Sandiger, fast steppenartiger Boden...

...wechselt ab mit morastigen Paddyfeldern...

...und trockenen Weiten.
Unterwegs kamen wir durch Batticaloa, diese Stadt war bis vor kurzem die Frontlinie der Kaempfe, es gab keinen oeffentlichen Transport, keinen Zugang zur Region. Die Gegend um Stadt bis weit suedlich davon war bis vor einigen Monaten noch in der Hand der LTTE und gerade heute, wo ich das hier schreibe, finden die ersten freien Wahlen in diesem Bezirk seit 20 Jahren statt. Ueberall in der Stadt konnte man daher Wahlplakate sehen und selbst Strassen und Brueckenfeiler wurden genutzt, um zur Wahl aufzurufen. Gestern gab es suedlich von Batticaloa, in Ampara einen Bombenanschlag mit 19 Toten, heute am Wahltag ist aber zum Glueck bisher alles ruhig geblieben.

An einigen Stellen des Weges wurde der Krieg dann sehr sehr greifbar. Dort hab es dann diese Landminenwarnungen, die schon etwas unheimlich waren.

Nach dieser langen Fahrt kamen wir dann, im Dunkeln aufgebrochen und im Dunkeln wieder angekommen, endlich nach Arugam Bay. Unterwegs haben wir sicherlich bei 20 Checkpoints oder mehr angehalten, Judith und ich sind dann irgendwann gar nicht mehr ausgestiegen, manchmal wurden unsere Rucksaecke halbherzig durchsucht...da haette ich aber jeden Bombe durchschmuggeln koennen, so wie intesiv wie die gesucht haben. Also ein Tipp fuer alle Terroristen, wenn ihr in Sri Lanka nen Bombenanschlag machen wollt, sucht euch ein paar Weisse, die das fuer euch erledigen! Unsere Unterkunft fuer die naechsten tage war das "Beach Huts", wie der Name verspricht, gab es Huetten direkt am Strand, diesmal noch naeher als in Upuveli, vor der Huette begann schon der Sand. Und es gab leeeecka indisches Essen, weil der besitzer Tamile war! Yummy!

Hier die liebe Judith mit "unserem" Hund vor der Huette.
Was man vielleicht gar nicht so weiss ist, dass die Ostkueste Sri Lankas noch viel schlimmer vom Tsunami betroffen war, als die Westkueste, da die Welle hier ungebremst aus dem Pazifik auf das Festland prallte. Wenn man sich die Tafeln am Strassenrand so ansieht, bekommt man schnell den Eindruck, dass hier ohne NGOs gar nichts stehen wuerde und selbst dort gibt es viele unvollendetet Projekte. Es verwunderte also nicht, warum die Ostkueste so entwicklungsbeduerftig wirkt. Wie soll auch eine stabile Infrastruktur entstehen, wenn man von Krieg UND Tsunami derart zurueckgeworfen wird. Wenn aufgrund dessen dann das Geld das Touristen ausbleibt, weil sich keiner mehr hintraut, ist auch die wirtschaftliche Schwaeche nicht verwunderlich. Ein Hotelbesitzer klagte bei uns, dass er keine Gaeste empfangen kann, weil aus allen Wasserhaehnen nur braunes Wasser kommt...
Am allermeisten an ein Entwicklungsland erinnerte mich aber diese Tafel zum hygienischen Umgang mit Wasser und Wasserquellen.

Das ist die Hauptstrasse in Arugam Bay, nicht mehr als eine Sandpiste...

Arugam Bay ist einer der top Surforte der Welt, aber auch hier sind im Moment kaum Touristen, wiederum schoen ruhig fuer uns und eine Schande fuer die viele Guesthouse und Hotelbesitzer. Arugam Bay ist aber auch ein mutmachendes Beispiel, wie die vom Buergerkrieg gebeutelten Region aussehen koennen. Hier leben Tamilen, Singalesen und Moslems einhellig zusammen, spielen am Strand zusammen Volleyball und leben einfach friedlich zusammen. Auch hier fiel es mal wieder schwer, zu verstehen, warum dieser Krieg eigentlich gefuehrt wird.
Den Donnerstag haben wir dann erstmal zum ausruhen am strand genutzt, das Wasser war wenigstens nicht ganz so badewannen-warm wir in Trinco und wir haben schoen geplanscht, gelesen und uns leckere Bananenpancakes schmecken lassen.

Und das ist die Bucht:


...wie man sieht, nix los, wie im Bilderbuch und schoen ruhig.
Aber wir haben nicht nur faul am Strand rumgehangen, gelesen und geplanscht... Wir wollten Tiere sehen!
Also gings los zur Tuk-Tuk-Safari:

Und nach einer Weile Fahrt ins Landesinnere haben wir doch auch tatsaechlich ne grosse Horde wilder Elefanten gesehen. Das war soooo schoen, wir kamen ganz nah an sie ran und haben ihnen beim Fressen zusehen koennen. Wieder so ein friedlicher Moment, wo man den Sinn dieses Krieges einfach nicht verstehen kann. Es war sogar eine kleine Elefantenfamilie mit Babyelefant dabei, die sind dann grad um die Ecke verschwunden als wir kamen und der Tusker hat ganz schoen laut getroetet! Vor fuenf Jahren war ich mit Mama in dem Elefantenwaisenhaus in Pinnawella, das ist aber kein Vergleich dazu die riesigen Tiere friedlich in freier Natur mampfen zu sehen. Wir haben ganz lange einfach nur dagestanden und zugeschaut...




Hier sind eben auch die Schnecken etwas groesser!
Auf dem Rueckweg kamen wir natuerlich an vielen vielen Militaerposten vorbei. Offenbar war gerade Schichtwechsel und so haben wir entweder leere Wasserkanister oder Polizisten und Soldaten jeweils ein Stueck im Tuk-Tuk mitgenommen. Es waren ueberall Soldaten, die entweder von oder zur Arbeit kamen/gingen. Wir hatten das Gefuehl, es gaebe in der Region mehr Soldaten als Zivilisten...Diejenigen, die wir mitgenommen haben, haben sich aber dolle gefreut, dass wir sie fotografieren wollten und wollten dann immer das Bild aufm Display begutachten.
Am Samstagmorgen kam dann Tuk-Tuk-Safari Teil 2 dran und wir fuhren die Kueste entlang weiter nach Sueden bis nach Panama. Hinter Panama geht die Strasse uebrigens auch nicht mehr weiter, das ist sozusagen am Arsch der Welt.
Die Strasse dorthin sieht so aus:

Aber es gibt immerhin so ungefaher einmal am Tag nen Bus der dort faehrt.
Zwischendruch, wenn es mal ein bisschen mehr geregnet hat, sieht die Strasse dann auch mehr aus wie ein See...und man muss ein bisschen aufpassen nicht irgendwo zu versacken.

Bei diesen Infrastrukturverhaeltnissen wundert dann auch die "Rueckstaendigkeit" der Region nicht mehr.
Abgesehen von spannenden Strassen und hinterletzten Doerfern wollten wir aber vor allem Krokodile sehen! Dazu fuhren wir an diesen See:

Und wir wurden nicht enttaeuscht, von diesem Felsen aus, konnte ich gute 20 Minuten ein Krokodil beobachten, wie es seelenruhig im See rumpaddelte. Natuerlich haette ich das Tier im Zoo viel naeher gesehen, aber wieviel schoener ist es doch, zu beobachten wie so ein riesiges Tier in freier Natur seine Bahnen zieht.

Da sind wir noch ein bisschen rumspaziert.

Und zwischen den ganzen Mangroven im braunen Wasser hab ich auch ein Krokodil gesehen und plantschen gehoert.
Es war sehr schoen an dem See, wurde dann aber auch schnell unertraeglich heiss und so ging es zurueck nach Argugam Bay.
Hier noch ein paar Bilder vom Rueckweg:

Diese Wasserbueffel gibt es in der Gegend zu hauf. Und wie man sieht teilen sich Mensch und Tier eine Badewanne...

Mit Traktoren oder Rindergespannen werden die Reisfelder bearbeitet, besondern nach heftigem Regen eine sehr sehr matschige Angelegenheit.

Da war Strasse sogar mal ganz ok. Uebrigens natuerlich auch an diesem Wegesabschnitt alle paar Meter ein Militaerunterstand...
Am Nachmittag haben wir dann noch zwei Surfbretter ausgeliehen, um ein bisschen die Wellen zu nutzen. Da wir alle drei aber am Surfbrett nix konnten, sah das vermutlich ganz schoen laecherlich aus. Aber Spass hatten wir trotzdem und jetzt koennen wir sagen, dass wir in Arugam Bay surfen waren...
Am Sonntagmorgen ging es recht frueh dann wieder Richtung Westkueste, denn am Montag musste wieder gearbeitet werden.
Zum Schluss also hier noch der Blick, wenn man in der Huette aufm Klo sitzt!

Der Bus, den wir nehmen wollten, sollte doch tatsaechlich von Panama bis nach Colombo durchfahren. Als wir in Arugam Bay zusteigen wollten, hielt der aber nicht mal mehr an, weil er schon rappelvoll war. In so einer Situation kommen einem die Checkpoints dann aber zu gute. Also das naechste Tuk-Tuk geschnappt und dem Bus hinterher, im naechsten Ort war dann grad Kontrolle und so sind wir doch noch in den Bus reingekommen.
Die ersten Stunden im Bus waren sehr sehr anstrengend, da es so eng war, dass man eigentlich kaum beide Beine gleichzeitig belasten konnte, weil gar kein Platz war, um die Fuesse auf den Boden zu kriegen...naja wenigsten konnte man nicht umfallen.
Judith hatte Glueck und konnte nach 3 Stunden oder so...man verliert da ein bisschen den Ueberblick einen Sitzplat ergattern, allerdings mit Kind auf dem Schoss...

...Suresh und ich mussten 6 Stunden stehend ertragen, um dann weitere 6 Stunden sitzen zu duerfen, was dann irgendwie auch kein Vergnuegen mehr war.
Naja nach 13 Stunden oder so waren Judith und ich dann jedenfalls wieder in Kurana und wollten nichts mehr als duschen!
Zu allerletzt von dieser wunderbaren Woche, hier noch ein Foto, dass Judith an einem der Checkpoints geschossen hat. Man lese aufmerksam das Schild, erinnere sich kurz, dass es sich um einen Militaerkontrollposten handelt, lache sich tot ueber die "Kundenfreundlichkeit" und nehme sich den Satz fuer diesen Blog zu Herzen!
So planten wir (Judith, Anne und Suresh) einen Trip an die Ostkueste des Landes.
Montagmorgen ging es dann fuer Suresh und mich also los mit dem Bus einmal diagonal Richtung Nordosten ueber die Insel. Judith wollten wir in unserem Zielort treffen, da sie das Wochenende mit anderen Freunden aus Colombo verbracht hatte. In Habrana, einer verschlafenen kleinen Stadt war dann aber leider erstmal Schluss. Irgendwann fand sich dann aber ein kleiner Van, in dem wir Platz fande, ausser uns waren noch genau 3 andere Menschen Zivilisten in diesem Fahrzeug. Ueberhaupt waren an der Strecke von Habarana nach Trincomalee ungefaehr alle 100m kleine Wachposten mit Militaer aufgestellt und diverseste Checkpoints, um die wir relativ gut drum herum kamen, weil der Kleinbus ja voller zivilem Militaer steckte.
Vielleicht muss ich an dieser Stelle mal ein bisschen was zum Osten und insbesondere noerdlichen Osten des Landes erklaeren, da ich ja jetzt wieder wohlbehalten wieder zu Hause bin, kann ich es ja ruhig erzaehlen. In dieser Gegend tobte bis vor kurzem noch der Buergerkrieg. Links und rechts der groesseren Strassen ist jegliche hoehere Vegetation abgeholzt, um moegliche Angreifer sehen zu koennen, es gibt unzaehlige Checkpoints an denen normalerweise alle Passagiere des Vehikels aussteigen muessen, das Vehikel untersucht wird und jeder seinen Pass zeigen muss und einige Strassen werden allmorgendlich mit Metalldetektoren abgegangen, um moegliche Bomben zu finden.
Mittlerweile ist der Osten aber relativ sicher, meiner Einschaetzung und Erfahrung nach ist die Wahrscheinlichkeit in ein Bombenattentat zu geraten an ost- und Westkueste im Moment gleich hoch. Ich habe mich auch an keiner Stelle unsicher gefuehlt. Dennoch erinnert einen die aufdringliche Militaerpraesenz und Einschussloecher in Haeusern nachtuerlich wesentlich staerker als im Westen daran, dass im Land immer noch ein undgeloester Konflikt herrscht. Uns ist aber auch aufgefallen, dass die Soldaten im Osten viel netter zu uns waren, als im Westen. Mit einem breiten Laecheln hat man da sofort alle auf seiner Seite und wenn man sich dann noch als Weisser in diese Gegend "traut" ist man eh was besonderes, da natuerlich aufgrund der Sicherheitslage so gut wie keine Touristen mehr an die wunderschoene Ostekueste kommen.
Nachdem wir also den ganzen Tag mit der Reise verbracht haben (Entfernung schaetze ich auf 280km, ja dafuer braucht man hier einen ganzen Tag!) und uns mit Judith, Teresa und Gayan (den Freunden aus Colombo, die ich auch schon kannte) im Guesthouse in Upuveli direkt am Meer (70m bis zum Wasser) getroffen hatte, ging es nach nem Abendessen und ner Runde Kartenspielen dann auch bald in die Kiste.
Denn wenn man schon mal im Osten ist, wird nicht wie sonst immer der Sonnenuntergang, sondern der Sonnenaufgang beobachtet. Leider muss man dafuer unverschaemt frueh aufstehen...5:40.
Aber es hat sich gelohnt, trotzdem es ein bisschen wolkig war. Aber das hat die eigentliche etwas dramtische Schoenheit erst recht reizvoll gemacht! Und ha habe ich zum ersten Mal in dieser Woche gedacht: "wie koennen sich hier Menschen bekriegen?" Es sollte bei weitem nicht das letzte Mal sein...



Die Fischer waren natuerlich schon laengst unterwegs...
Teresa und Gayan mussten sich dann leider am Dienstagmorgen zurueck auf den Weg nach Colombo machen und so fuhren Judith, Suresh und ich mit dem Tuk-Tuk nach Nilaveli (noch etwas noerdlich von Trincomalee). Dort ist der Strand noch einsamer und noch schoener. Es ist eine Schande, dass keine Touristen hier sind, die Hotels krebsen ganz arg vor sich hin hier. Um so besser aber natuerlich fuer uns: so hatten wir den ganzen weiten Strand fuer uns, es ist unglaublich ruhig und einfach wie im Bilderbuch. Sollte ich mal heiraten, ist dieser Ort auf jeden Fall in der engsten Auswahl fuer die Flitterwochen!
Aber wir haben nicht nur auf der faulen Haut gelegen, sondern wollten schnorcheln gehen... Da man dort nicht einfach so mit jedem x-beliebigen Bootsverleih losduesen kann, weil das Meer dort natuerlich von der Navy bewacht ist und weil es gar nix zu leihen gibt, ist ja niemand da...muss man sich halt an die Navyjungs halten! Wir sind dann mit dreien von denen im Motorboot raus zu Pigeon Island gefahren (natuerlich nicht ohne Munitionsguertel und MG mit im Boot). Auf dieser kleinen Insel gibt es nichts ausser ein paar Tieren und wie der name schon sagt, ne ganze Menge Tauben.
Der Strand ist dort nicht aus Sand sondern versteinerten strahlend weissen Korallen...
Dort hab ich mir dann die Schwimmweste umgelegt, Taucherbrille und Schnorchel umgeschnallt und dann gings ab in eine andere Welt. Ich hab so was ja noch nie gemacht, das war wie in einen riesigen Fernseher zu gucken. Lauter bunte grosse und kleine Fische und ein Korallenurwald...
So sind wir dann ein Stuendchen da rumgepaddeln und haben vor uns hingestaunt. Dann haben wir auch noch nen kleinen Hai gesehen... Da es ziemlich heiss wurde sind wir dann auch wieder zurueckgefahren. Und hier noch mal unsere Armyjungs, die sich sicherlich ueber das Extra-Taschengeld von uns gefreut haben.
Den Rest des Tages haben wir dann bei dieser Aussicht, kuehlem Saft und Sandwiches verbracht:
Die Ostkueste ist wesentlich weniger besiedelt und die Infrastrurktur ist wesentlich schlechter, vor allem was die Strassen betrifft. Waehrend ich an der Westkueste immer mit dem Kopf schuetteln muss, wenn jemand Sri Lanka als Entwicklungsland bezeichnet, vergeht einem im Osten das Kopfschuetteln sehr schnell.
Wenn es auch aermlich ist, so ist die Landschaft dennoch wunderschoen. Hier ein Bild vom Weg zurueck nach Upuveli:
Am naechsten Morgen hiess es noch frueher aufstehen, denn wir wollten weiter nach Arugam Bay, das bedeutet einmal die halbe ostkueste runter gen Sueden zu fahren. Allein das waere schon weit, aber es gibt gar keine Busverbindung, die direkt von Trincomalee nach Arugam Bay fuehren wuerde. das beudetet, man faehrt erst wieder 2 Stunden landeinwaerts, um an einer bestimmten Kreuzung wieder Richtung Kueste zu fahren, um dann schliesslich endlich gen Sueden zu fahren. Wir haben an diesem Tag 13 Stunden im Bus verbracht! Dabei gibt es hier, nicht wie ander Ostkueste kleine klimatisierte Intercitybusse, die mal hier und dort halten, sondern grosse klapprige, vollgestopfte Busse, die jeden mitnehmen, der ein Handzeichen gibt.
Abgesehen davon, dass die Reise doch recht ermuedent war, entschaedigte die Aussicht vollends. Dadurch, dass man sich so relativ langsam fortbewegt, sieht man sehr sehr viel von Land und Leuten.
Hier kommen mal ein paar Eindruecke:

Da war die Strasse noch ganz ok...

Sandiger, fast steppenartiger Boden...

...wechselt ab mit morastigen Paddyfeldern...

...und trockenen Weiten.
Unterwegs kamen wir durch Batticaloa, diese Stadt war bis vor kurzem die Frontlinie der Kaempfe, es gab keinen oeffentlichen Transport, keinen Zugang zur Region. Die Gegend um Stadt bis weit suedlich davon war bis vor einigen Monaten noch in der Hand der LTTE und gerade heute, wo ich das hier schreibe, finden die ersten freien Wahlen in diesem Bezirk seit 20 Jahren statt. Ueberall in der Stadt konnte man daher Wahlplakate sehen und selbst Strassen und Brueckenfeiler wurden genutzt, um zur Wahl aufzurufen. Gestern gab es suedlich von Batticaloa, in Ampara einen Bombenanschlag mit 19 Toten, heute am Wahltag ist aber zum Glueck bisher alles ruhig geblieben.

An einigen Stellen des Weges wurde der Krieg dann sehr sehr greifbar. Dort hab es dann diese Landminenwarnungen, die schon etwas unheimlich waren.

Nach dieser langen Fahrt kamen wir dann, im Dunkeln aufgebrochen und im Dunkeln wieder angekommen, endlich nach Arugam Bay. Unterwegs haben wir sicherlich bei 20 Checkpoints oder mehr angehalten, Judith und ich sind dann irgendwann gar nicht mehr ausgestiegen, manchmal wurden unsere Rucksaecke halbherzig durchsucht...da haette ich aber jeden Bombe durchschmuggeln koennen, so wie intesiv wie die gesucht haben. Also ein Tipp fuer alle Terroristen, wenn ihr in Sri Lanka nen Bombenanschlag machen wollt, sucht euch ein paar Weisse, die das fuer euch erledigen! Unsere Unterkunft fuer die naechsten tage war das "Beach Huts", wie der Name verspricht, gab es Huetten direkt am Strand, diesmal noch naeher als in Upuveli, vor der Huette begann schon der Sand. Und es gab leeeecka indisches Essen, weil der besitzer Tamile war! Yummy!

Hier die liebe Judith mit "unserem" Hund vor der Huette.
Was man vielleicht gar nicht so weiss ist, dass die Ostkueste Sri Lankas noch viel schlimmer vom Tsunami betroffen war, als die Westkueste, da die Welle hier ungebremst aus dem Pazifik auf das Festland prallte. Wenn man sich die Tafeln am Strassenrand so ansieht, bekommt man schnell den Eindruck, dass hier ohne NGOs gar nichts stehen wuerde und selbst dort gibt es viele unvollendetet Projekte. Es verwunderte also nicht, warum die Ostkueste so entwicklungsbeduerftig wirkt. Wie soll auch eine stabile Infrastruktur entstehen, wenn man von Krieg UND Tsunami derart zurueckgeworfen wird. Wenn aufgrund dessen dann das Geld das Touristen ausbleibt, weil sich keiner mehr hintraut, ist auch die wirtschaftliche Schwaeche nicht verwunderlich. Ein Hotelbesitzer klagte bei uns, dass er keine Gaeste empfangen kann, weil aus allen Wasserhaehnen nur braunes Wasser kommt...
Am allermeisten an ein Entwicklungsland erinnerte mich aber diese Tafel zum hygienischen Umgang mit Wasser und Wasserquellen.

Das ist die Hauptstrasse in Arugam Bay, nicht mehr als eine Sandpiste...

Arugam Bay ist einer der top Surforte der Welt, aber auch hier sind im Moment kaum Touristen, wiederum schoen ruhig fuer uns und eine Schande fuer die viele Guesthouse und Hotelbesitzer. Arugam Bay ist aber auch ein mutmachendes Beispiel, wie die vom Buergerkrieg gebeutelten Region aussehen koennen. Hier leben Tamilen, Singalesen und Moslems einhellig zusammen, spielen am Strand zusammen Volleyball und leben einfach friedlich zusammen. Auch hier fiel es mal wieder schwer, zu verstehen, warum dieser Krieg eigentlich gefuehrt wird.
Den Donnerstag haben wir dann erstmal zum ausruhen am strand genutzt, das Wasser war wenigstens nicht ganz so badewannen-warm wir in Trinco und wir haben schoen geplanscht, gelesen und uns leckere Bananenpancakes schmecken lassen.

Und das ist die Bucht:

...wie man sieht, nix los, wie im Bilderbuch und schoen ruhig.
Aber wir haben nicht nur faul am Strand rumgehangen, gelesen und geplanscht... Wir wollten Tiere sehen!
Also gings los zur Tuk-Tuk-Safari:

Und nach einer Weile Fahrt ins Landesinnere haben wir doch auch tatsaechlich ne grosse Horde wilder Elefanten gesehen. Das war soooo schoen, wir kamen ganz nah an sie ran und haben ihnen beim Fressen zusehen koennen. Wieder so ein friedlicher Moment, wo man den Sinn dieses Krieges einfach nicht verstehen kann. Es war sogar eine kleine Elefantenfamilie mit Babyelefant dabei, die sind dann grad um die Ecke verschwunden als wir kamen und der Tusker hat ganz schoen laut getroetet! Vor fuenf Jahren war ich mit Mama in dem Elefantenwaisenhaus in Pinnawella, das ist aber kein Vergleich dazu die riesigen Tiere friedlich in freier Natur mampfen zu sehen. Wir haben ganz lange einfach nur dagestanden und zugeschaut...




Hier sind eben auch die Schnecken etwas groesser!
Auf dem Rueckweg kamen wir natuerlich an vielen vielen Militaerposten vorbei. Offenbar war gerade Schichtwechsel und so haben wir entweder leere Wasserkanister oder Polizisten und Soldaten jeweils ein Stueck im Tuk-Tuk mitgenommen. Es waren ueberall Soldaten, die entweder von oder zur Arbeit kamen/gingen. Wir hatten das Gefuehl, es gaebe in der Region mehr Soldaten als Zivilisten...Diejenigen, die wir mitgenommen haben, haben sich aber dolle gefreut, dass wir sie fotografieren wollten und wollten dann immer das Bild aufm Display begutachten.
Am Samstagmorgen kam dann Tuk-Tuk-Safari Teil 2 dran und wir fuhren die Kueste entlang weiter nach Sueden bis nach Panama. Hinter Panama geht die Strasse uebrigens auch nicht mehr weiter, das ist sozusagen am Arsch der Welt.
Die Strasse dorthin sieht so aus:

Aber es gibt immerhin so ungefaher einmal am Tag nen Bus der dort faehrt.
Zwischendruch, wenn es mal ein bisschen mehr geregnet hat, sieht die Strasse dann auch mehr aus wie ein See...und man muss ein bisschen aufpassen nicht irgendwo zu versacken.

Bei diesen Infrastrukturverhaeltnissen wundert dann auch die "Rueckstaendigkeit" der Region nicht mehr.
Abgesehen von spannenden Strassen und hinterletzten Doerfern wollten wir aber vor allem Krokodile sehen! Dazu fuhren wir an diesen See:

Und wir wurden nicht enttaeuscht, von diesem Felsen aus, konnte ich gute 20 Minuten ein Krokodil beobachten, wie es seelenruhig im See rumpaddelte. Natuerlich haette ich das Tier im Zoo viel naeher gesehen, aber wieviel schoener ist es doch, zu beobachten wie so ein riesiges Tier in freier Natur seine Bahnen zieht.

Da sind wir noch ein bisschen rumspaziert.

Und zwischen den ganzen Mangroven im braunen Wasser hab ich auch ein Krokodil gesehen und plantschen gehoert.
Es war sehr schoen an dem See, wurde dann aber auch schnell unertraeglich heiss und so ging es zurueck nach Argugam Bay.
Hier noch ein paar Bilder vom Rueckweg:

Diese Wasserbueffel gibt es in der Gegend zu hauf. Und wie man sieht teilen sich Mensch und Tier eine Badewanne...

Mit Traktoren oder Rindergespannen werden die Reisfelder bearbeitet, besondern nach heftigem Regen eine sehr sehr matschige Angelegenheit.

Da war Strasse sogar mal ganz ok. Uebrigens natuerlich auch an diesem Wegesabschnitt alle paar Meter ein Militaerunterstand...
Am Nachmittag haben wir dann noch zwei Surfbretter ausgeliehen, um ein bisschen die Wellen zu nutzen. Da wir alle drei aber am Surfbrett nix konnten, sah das vermutlich ganz schoen laecherlich aus. Aber Spass hatten wir trotzdem und jetzt koennen wir sagen, dass wir in Arugam Bay surfen waren...
Am Sonntagmorgen ging es recht frueh dann wieder Richtung Westkueste, denn am Montag musste wieder gearbeitet werden.
Zum Schluss also hier noch der Blick, wenn man in der Huette aufm Klo sitzt!

Der Bus, den wir nehmen wollten, sollte doch tatsaechlich von Panama bis nach Colombo durchfahren. Als wir in Arugam Bay zusteigen wollten, hielt der aber nicht mal mehr an, weil er schon rappelvoll war. In so einer Situation kommen einem die Checkpoints dann aber zu gute. Also das naechste Tuk-Tuk geschnappt und dem Bus hinterher, im naechsten Ort war dann grad Kontrolle und so sind wir doch noch in den Bus reingekommen.
Die ersten Stunden im Bus waren sehr sehr anstrengend, da es so eng war, dass man eigentlich kaum beide Beine gleichzeitig belasten konnte, weil gar kein Platz war, um die Fuesse auf den Boden zu kriegen...naja wenigsten konnte man nicht umfallen.
Judith hatte Glueck und konnte nach 3 Stunden oder so...man verliert da ein bisschen den Ueberblick einen Sitzplat ergattern, allerdings mit Kind auf dem Schoss...
...Suresh und ich mussten 6 Stunden stehend ertragen, um dann weitere 6 Stunden sitzen zu duerfen, was dann irgendwie auch kein Vergnuegen mehr war.
Naja nach 13 Stunden oder so waren Judith und ich dann jedenfalls wieder in Kurana und wollten nichts mehr als duschen!
Zu allerletzt von dieser wunderbaren Woche, hier noch ein Foto, dass Judith an einem der Checkpoints geschossen hat. Man lese aufmerksam das Schild, erinnere sich kurz, dass es sich um einen Militaerkontrollposten handelt, lache sich tot ueber die "Kundenfreundlichkeit" und nehme sich den Satz fuer diesen Blog zu Herzen!
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