Sonntag, 24. Februar 2008

Unawatuna und Mirissa zum Zweiten

Freitag vor einer Woche bin ich nach der Arbeit mit dem Bus nach Panadura gefahren. Die Busfahrt an sich war schon ein Highlight: in Colombo am Busbahnhof hab ich erstmal nicht kapiert, wohin ich muss...dass ist da alles ganz schoen gross... und die lustigen Busfahrer haben sich dann auch noch ein Spaesschen damit gemacht, das kleine weisse Maedchen in die falsche Richtung zu schicken. Nachdem ich das rausbekommen hatte, hatte ich aber auch schon den Sicherheitscheck meines Rucksackes durch nen recht muerrischen Soldaten hinter mir.
Endlich im richtigen Bus, komme ich mit dem Menschen neben mir ins Gespraech...wie das hier so ist... und der gute Mann hat mir dann seine halbe Lebensgeschichte erzaehlt, dass er Muslim sei, aber schon 5 Bier intus habe, weil heute Sri-Lankas-Cricket-National-Team gespielt habe (jeder biegt sich das so hin, wie es passt!) und wie seine Kinder heissen und dass die wunderschoen sind und wo er schon alles gearbeitet hat und dass ich zum Mittagessen oder zu nem Wochenendtrip vorbeikommen soll und dass ich auf jeden Fall anrufen soll...was ich bisher noch nicht gemacht habe! Sollte ich aber in Noete kommen... :)
Von Panadura ging es dann mit dem Auto weiter in den Sueden. Im Auto sassen Pula (Freund von Suresh und Autobesitzer), Suresh und Celine (Sureshs sehr netter Besuch aus Frankreich) und so sind wir mit nem kleinen Mahlzeits-stopp bis nach Hikkaduwa gefahren, wo wir in nem Guesthouse geschlafen haben.
Abends ging es dann ab auf ne Freiluft-Party, wo sich ziemlich schreckliche elektronische Musik mit ziemlich super cooler live Trommelmusik abgewechselt hat...
Und das sind die Feierwuetigen des Abends:

Celine - Suresh - Annepanne - Pula
Und da noch mal von Nahem:

Am naechsten Morgen hab ich unter nem Stuhlkissen dann die fetteste Spinne meines Lebens gesehen (also so in freier Natur), baehhhh:

Eigentlich dachten wir, dass wir in Hikkaduwa bleiben wuerden, nachdem wir aber eine mehr als enttaeuschende glass-bottom-boat-tour ueber 15 Fische und braune flache Korallen hinweg gemacht haben und der Strand voll und dreckig war, haben wir kurzerhand beschlossen nach Unawatuna weiterzufahren, was definitv die richtige Entscheidung war!
Zu dem Zeitpunkt waren dann auch schon Judith, Michael und Anja (noch ne neue Praktikantin) auf dem Weg zu uns und so haben wir den Samstag und Sonntag in ner ser netten, grossen Gruppe verbracht...ausserdem kann bei der Umgebung ja gar nix schief gehen...


Sonntag haben Anja, Michael, Suresh und ich dann ne sehr spannende Klettertour auf den Felsen ueber dem Meer gemacht, was Judith und ich beim letzten Mal schon versucht hatten. Diesmal also ohne Schuhe...was gut ging, auf dem Rueckweg aber ne Qual war, weil die Steine bruetend heiss wurden in der Sonne. Hat Spass gemacht und das kuehle Bad im Meer und das Rumhaengen am Strand hatten wir uns danach wirklich verdient!
Die anderen mussten am Sonntag abend wieder abreisen und ich hatte das Glueck am Montag out of office arbeiten zu duerfen, da ich am Dienstag eh in Kogalla (unserer Fabrik im Sueden) einen Termin hatte. Und so bin ich am Montag mit Suresh und Celine nach Mirissa gefahren. Eigentlich wollten wir den Bus nehmen, aber dann kam ein Tuk-Tuk-Fahrer vorbei, der ohnehin in die Richtung wollte und der hat uns dann fuer sehr wenig Geld mitgenommen und irgendwie etwas zu spaet rausgelassen. Das stellte sich aber als Glueckfall heraus, denn so landeten wir an einem Strand, den wir ganz allein fuer uns hatten mit den allerbesten Wellen, die ich je erlebt hab...


Es war schon allein eine Kunst ueberhaupt ins Wasser reinzukommen, weil die Wellen so heftig waren, war man aber einmal drinnen, konnte man wunderbar durchtauchen, draufschwimmen und hoch- und runterwippen...nach 10 Minuten war man dann aber so platt, dass man sich erstmal ne halbe Stunde ausruhen musste.
Der Strand war einfach ein Traum und wir hatten ihn tatsaechlich ganz fuer uns allein!
Ich hab dann angefangen ein paar kleine Muscheln zu sammeln...

... und Suresh und Celine haben Kokosnuesse geklaut, damit wir was zum Trinken hatten!

Zurueck in Unawatuna haben wir bei Bijou (dem Besitzer des Hostels) dann noch ein Wunschmenue bekommen, uns alle ueberfressen und ich hab dann noch ein bisschen gearbeitet. Koennte mein Buero fuer immer dorthin verlegen!
Wunderschoenes Wochenende!

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