Wieder ein Wochenendbericht, fuer den mir eigentlich die Worte fehlen...
Wie immer freitags nach der Arbeit sind wir (Judith, Anja, Michael und ich) mit dem Bus aufgebrochen, diesmal Richtung Norden...zunaechst von Negombon Richtung Kurunegala und dann von dort nach Dambulla. Der Busfahrer von Kurunegala nach Dambulla ist gefahren wie der letzte Henker, er hat es zwischendurch auf 100 kmh gebracht... da wir diese Busfahrt ueberlgebt haben, kann uns eigentlich auch sonst im Leben nicht mehr so viel passieren...
In Dambulla angekommen sind wir dann zu nem Guest House gefahren, in dem Celine und Suresh schon auf uns warteten, haben gemeinsam gegessen und auch ein bisschen getrunken.
Ziemlich erschoepft von der langen Busfahrt (4h) sind wir frueh ins Bett gefallen, um am naechsten Tag nach Sigiriya aufzubrechen.
Sigiriya ist ein riesengrosser Felsen mitten in der Landschaft, auf den man draufklettern kann. Die Legende sagt, dass oben auf dem Felsen ein Koenig gelebt hat, bzw. dorthin gefluechtet ist, nachdem er seinen Vater um die Ecke gebracht hat. Urspruenglich gab es aber wohl mal ein buddhistisches Kloster dort...Die meisten Ueberbleibsel sind aber aus der Koenigszeit zu sehen.
Die Tickets waren zwar schweineteuer (fast 30 Euro), aber hinterher kann ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat!
Hier sind Bilder:

Wassergrabensystem aus der Koenigszeit.
Die Gang vor dem Aufsteig mit dem Felsen im Ruecken.

Es war teilweise sehr sehr steil...wat hamma geschwitzt!
Ich habe waehrend Auf- und Abstieg sicherlich 2 Liter getrunken und ich war nicht einmal auf dem Klo... das kam alles ueber die Haut wieder raus!
Frueher war da mal ein ganzer Loewe, heute sind nur noch die Tatzen uebrig, aber auch die sind noch toll.


Auf halbem Weg zur Spitze.

Auf halbem Wege sind auf den Felsen so einige von diesen nackten Weibern gemalt. Frueher waren das mal 500, jetzt sind nur noch etwa 15 erhalten... sie sind furchtbar alt und mit Naturfarben gezeichnet. Es wird gestritten, ob das die 500 Frauen des Koenigs waren, oder Goetter aus der Zeit des Klosters.
Und nach einem langen, anstrengenden Aufstieg (den Judith trotzt ihrer Hoehenangst auch gemeistert hat) wurden wir mit einer Aussicht belohnt, fuer die es keine Wort gibt! Ihr koennt Euch einfach die Fotos ansehen, die mal wieder die Realitaet nicht auszudruecken vermoegen!

Das ist mein Lieblingsbild!
Die Wassergaerten von oben.
Nach einem zuegigen Abstieg und einem guten aber spaeten Lunch ging es zurueck im Bus nach Dambulla. Zurueck aus Sigiriya und einer wirklich noetigen Dusche sind wir aufgebrochen, um uns die beruehmten Hoehlentempel anzusehen.

Dafuer muss man mal wieder auf nen Berg klettern. Hier die Aussicht beim Aufstieg... im Hintergrund kann man den Sigiriyafelsen sehen (der Eckige in der Mitte)!
Oben angekommen, eroeffnete man uns, dass wir unten die Tickets haetten kaufen muessen, die zudem auch noch unverschaemt teuer waren und das der Tempel in ner Stunde schliessen wuerde. Etwas genervt entschieden wir uns, dass die Tempel so wichtig nun auch nicht sind und haben einfach den wunderschoenen Sonnenuntergang angeschaut und die atemberaubende Aussicht und die friedliche Atmosphaere genossen. Seht selbst (auch wenn Fotos das mal wieder nicht wirklich wiedergeben koennen):




Nach dem Abstieg sind wir dann mal wieder in den Bus gestiegen und weiter nach Polonaruwa gefahren, von unterwegs ein Guest House angerufen...und eine schoene Ueberraschung erlebt. Als wir in Polonaruwa aus dem Bus stiegen, standen Guest House "Vater und Mutter" schon mit dem Van bereit, um uns abzuholen, ohne dass wir darum gebeten haben...sehr nett. Die beiden waren wirklich sehr bemueht, die Zimmer waren gut, sauber und die Dusche hatte auch mal ein bisschen Wasserdruck zur Abwechslung. Totmuede sind wir gegen 11 in die Better gefallen.
Am Sonntagmorgen (nach koestlichen Bananarottis zum Fruehstueck) haben wir dann vom Guest House Fahrraeder gemietet, weil Polonaruwa so weitlaeufig ist, dass man es zu Fuss entweder nicht an einem Tag schafft oder das Auto nehmen muss. Neben Fahrraedern haben wir auch noch nen Guide "gemietet", der sollte uns alles genaustens erklaeren, was er auch gemacht hat...netter Typ.
Polonaruwa ist die 2. von 22 Hauptstaedten, die Sri Lanka hatte. Die Hochzeit der Stadt liegt 1500 Jahre zurueck und es gibt unzaehlige Ausgrabungen anzusehen. Laut Guide sind bisher sogar nur 25% ausgegraben, aber weil das Geld fehlt, liegt der Rest noch unter der Erde versteckt, auch so war es schon beeindruckend.
Da denkt man, die Europaeer seien so kultiviert, wenn man sich diese uralten Gebaeude anguckt und die Ingenieursleistungen, die dahinter stecken, und dann daran denkt, was in Europa 500 n.Chr. so los war, dann faellt einem nix mehr ein. Da gabs ne Kanalisation, ein Gericht und so was wie ein Parlament, 5-7-stoeckige Haeuser, Handel...toll und teilweise wirklich gut erhalten!

Wohnhaus der Koengisfamilie...das war frueher mal 5 Stockwerke hoch.

Wohnhaus der Koengisfamilie...das war frueher mal 5 Stockwerke hoch.
Uralte riesige Dagoba.
Irgendwelche Ausgrabungen von Haeusern, von denen nicht so ganz klar ist, was das mal war, sieht aber gut aus!
Hier sieht man den sog. Rocktemple, es gibt vier grosse Buddhastatuen, die in den Fels gehauen sind, sie sind wirklich sehr schoen und beeindruckend praezise gearbeitet...beeindruckend auch, wie die Menschen, die das erstellt haben, es hinbekommen haben, zu berechnen, wie man die Figuren symmetrisch hinbekommt und wenn man da einen Fehler macht, ist ja alles versaut.. die hattens drauf!
Nach nem spaeten Mittagessen, der Besichtigung einer Holzfirma und ner Dusche ging es dann wieder Richtung Negombo.
Auf dem Rueckweg von Polonaruwa kamen wir dann gegen 10 Uhr abends wieder nach Kurunegala, von dort wollten wir den Bus nach Negombo nehmen. Einziges Problem: es gab da gar nix mehr, keinen Bus, keine Menschen, kein offenes Geschaeft... irgendwie konnten wir dann einen TukTuk-Fahrer finden, der uns die 70 km mit seinem TukTuk nach Negombo gefahren hat...und wie man sieht haben wir uns die Laune nicht verderben lassen von 2,5 h zu viert im TukTuk!
Auf dem Rueckweg von Polonaruwa kamen wir dann gegen 10 Uhr abends wieder nach Kurunegala, von dort wollten wir den Bus nach Negombo nehmen. Einziges Problem: es gab da gar nix mehr, keinen Bus, keine Menschen, kein offenes Geschaeft... irgendwie konnten wir dann einen TukTuk-Fahrer finden, der uns die 70 km mit seinem TukTuk nach Negombo gefahren hat...und wie man sieht haben wir uns die Laune nicht verderben lassen von 2,5 h zu viert im TukTuk!






1 Kommentar:
Oooohh....soo schöne Bilder. Sieht alles wunderschön aus. Und wenn die Bilder nicht mal alle wiedergeben können...also ich würd deswegen schon mal hinfahren.
Wenns Dir die ganze Zeit so gut geht und Du so fröhlich, wie auf den Fotos bist, mach ich mich total ganz und gar keine Sorgen, sondern freu mich einfach für Dich!
lg - gerade aus Langenfeld
Simon
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