Mittwoch, 30. Januar 2008

Und sonst...

...ist hier fuer mich unter der Woche schon der Alltag eingekehrt. Morgens kurz nach sieben stehe ich auf, kriege mein Obst und King-Coconut-Saft, arbeite mit Mittagspause (die wir meistens bei Ranka, einem kleinen Restaurant, verbringen, dort gibt es dreckigen Tischdecken und Plastikblumen und auch Essen) dann bis halb sechs und werde dann nach Hause gefahren. Priyanka hat dann schon fuer uns gekocht und wir machen uns das dann irgendwann warm. Meistens gibt es Reis mit irgendnem Curry (Kuerbis, Fleisch, Fisch, Bohnen, Kartoffeln, Schrimps, Linsen...) und nachher noch mal ne Ladung Obst. Ich glaube so viel Obst hab ich noch nie gegessen.
Dann sitzen wir entweder noch draussen rum, quatschen, lesen, trinken ein Bierchen oder gucken nen Film.
Gestern war dann zur Abwechslung mal was Dolles los: mein ganzes Gesicht hat sich aufgrund des gigantischen Sonnenbrandes komplett abgepellt. Das war wie in nem Hollywood-Film, wo sich so n Monster, die Maske vom Gesicht zieht, hab teilweise qcm grosse Stuecke abgezogen...und weil das alles noch nicht aufregend genug ist, hab ich noch nen schoenen dicken Herpes an der Lippe als Bonus bekommen. Also alles top hier!
Abgesehen von diesen koerperlichen Hoehepunkten, gibt es auf der Arbeit auch ein paar erfreuliche Dinge. Hab den Eindruck, die Chefs finden meine Arbeit bisher ganz gut. Ein bisschen schade ist, dass ich eigentlich null Teamarbeit mache, manchmal wuerde ich gern mit jemandem zusammenarbeiten, der ebenso wie ich in der Materie drinsteckt, so versuche ich mich immer mit den anderen Praktikanten ueber meine Ideen auszutauschen... Ist manchmal etwas schwierig so ganz ohne Anleitung und Vorgabe zu wissen, was zu tun ist und das dann auch noch einigermassen strukturiert zu tun, aber irgendwie klappt das schon.
So isses bei mir. Hoffe Euch geht es allen gut. Allen Jecken wuensche ich ab morgen ein paar spassige und tolle Tage. Allerliebste Gruesse nach Deutschland

Adresse

falls ihr mir Postkarten, Liebesbriefe, Rechnungen oder Care-Pakete (Koernerbrot und Lakritz waeren sehr erwuenscht) schicken wollt, hier sind die Kontaktdaten:

Anne Dittrich
56 Prakkrama Road
Kurana, Negombo
Sri Lanka

Danke!

Dienstag, 29. Januar 2008

Ein buntes Wochende

Am Freitag sind wir nach der Arbeit mit unserem HR-Manager Paul, der in Colombo wohnt mitgefahren und er hat buns dann zum Busbahnhof gebracht. Von dort gings mit dem A/C Bus nach Aluthgama zu Ravi. Ravi ist der Singhalese, den Mama und ich damals im Urlaub kennengelernt haben und mit dem ich seitdem Kontakt gehalten habe.
Er holte uns dann mit dem Tuk-Tuk ab und wir fuhren zu seinem Haus, das hatte ich mir wirlich nicht so schick und modern vorgestellt, wie es tatsaechlich ist. Wirklich gross, Judith und ich hatten unser eingenes Zimmer mit Bad und Klimaanlage, wirklich nicht schlecht.

Dann haben wir noch zusammen gegessen und bis zwei Uhr nachts zu dritt ne Flasche Arrak geleert, sehr nett...
Am Samstag morgen ging es dann nach einheimischem Fruehstueck ab zum Strand, wo wir unser altes Hotel angeschaut haben und dann einfach nur in der Sonne rumgegeammelt haben und durch die Wellen gehuepft sind. Leider hatten wir die Sonnencreme in Ravis Haus vergessen und so haben ich mir einen der schlimmsten Sonnenbraende zugezogen, den ich je hatte, wuerd mich nicht wundern, wenn ich uebermoregn Hautkrebs kriege...aber schoen war's!

Am spaeten Nachmittag sind wir dann zurueck nach Colombo gefahren und dabei an einer schicken Prozession vorbei gekommen...alle bunt verkleidet, Elefanten, Musik und so weiter...ich hatte also ueberraschenderweise meinen Karnevalsumzug schon!
In Colombo angekommen sind wir dann zu Freunden von Judith, mit denen sie hier schon Silvester gefeiert hatte. Die leben Mitten in Colombo in ner internationalen WG und arbeiten entweder hier oder machen irgendwelche Praktika... mit denen sind wir dann spaeter auf ne Party gefahren, wo ich zwar keinen kannte, aber es war trotzdem nett. Ich bin bloss nicht so lang geblieben, weil ich glaube ich nen richtigen Sonnenstich hatte, mit Schwindel und so... also ab ins Bett!
Am Sonntag morgen haben wir uns dann unter Schmerzen aufgemacht in eines der modernsten Einkaufszentren in Colombo, diese Welten nebeneinander sind wirklich einfach nur krass. Draussen haengen Penner rum, die betteln muessen und krumme Fuesse haben, es ist dreckig, stickig und laut und drinnen glitzert und glaenzt alles, es ist kuehl, Musik dudelt, man kann franzoesische Baguettes kaufen und in einer Stunde locker ausgeben, was hier ein ganz normaler Arbeiter im Monat verdient. Dort haben wir dann ein bisschen rumgestoebert und ein bisschen was gekauft. Spaeter sind wir noch in einen anderen grossen Einrichtungsladen gegangen, der auch so abgehoben ist (also fuer die Verhaeltnisse hier), in Deutschland waere das alles total guenstig... Dort haben wir nen schoenen Eistee getrunken und sind dann ziemlich erschoepft nach Hause gefahren.
Nach ner kalten Dusche und 300 mal eincremen (meine Haut hat im Moment wirklich grossen Durst), gings es dann auch wieder ganz gut!
Soviel zu diesem wirklich bunten Wochenende, das anstrengend, spannend und neu fuer mich war.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Kleine Alltagsfreuden Teil I-IV

Teil I: Duschen
einige von Euch schreiben mir, dass sie beinahe neidisch sind, weil hier alles so schoen ist...was sagt Ihr nun, wenn ich Euch erzaehle, dass ich seit 16 Tagen jeden morgen kalt duschen muss. Von den drei Baedern in diesem Luxusschuppen habe ich ausgerechnet das, in dem es kein warmes Wasser gibt. Naja wenigstens bin ich dann immer wach, aber es dauert doch immer ein bisschen, bis ich dann wirklich drunter stehe....

Teil II: Husten
Eines meiner Fenster im Zimmer, hat keine richtige Scheibe, sondern so ein Holzgitter-dings-bums, dass heisst aber auch, dass ich immer alles von draussen hoeren kann, als haette ich das Fenster auf. Jetzt gerade hoere ich irgendwelche Musik, einmal taeglich auch den Muezzin von der nahegelegenen Moschee, am Morgen die Voegel und die Streifenhoernchen und natuerlich die 15 mio. Hunde die in unserer Strasse wohnen...das allerschoenste Geraeusch kommt aber von Harry unserem Nachbar und Vermieter. Der hat den allerschlimmsten Husten, den man sich vorstellen kann und so wird von morgens bis abends abgehustet, was das Zeug haelt, ausgespuckt und geroechelt. Das geht so gegen 5 Uhr morgens los und endet irgendwann in der Nacht, wir vermuten, dass er auch seine Frau schon angesteckt hat.

Teil III: Arbeitslosigkeit
Ich denke, ich werde mich in Kuerze mit Frau Merkel in Verbindung setzen muessen, denn ich habe die Loesung fuer unser Arbeitslosenproblem, wie inspirierend so ein Auslandsaufenthalt doch sein kann... Neulich habe ich gesehen, wie ungefaehr 12-15 Maenner zusammen einen 40 cm hohen Zaun gruen gestrichen haben...ein paar haben gemalt, ein paar haben zugeschaut, ein paar haben darueber geredet, wie die anderen das so machen und so waren alle beschaeftigt. So einfach ist das!

Teil IV: Autofahren
Als jemand, der aus einem Land voller Regeln kommt, die auch noch fast alle eingehalten werden, faellt einem hier doch so einiges auf gerade im Strassenverkehr:
1. man schnalle sich nicht an, auch wenn es Gurte gibt und die Fahrweise eigentlich dazu aufruft!
2. man benutze den Rueckspiegel nicht, denn es ist nur wichtig, was vor einem passiert!
3. man benutzte die Hupe in regelmaessigen Abstaenden von 15 Sekunden!
4. man schalte den Blinker nach dem Wechseln der Spur nicht aus, sondern lasse ihn einfach so lange an, bis man dann wieder auf die andere Seite muss!
5. man fahre sehr dicht auf!
6. man ueberhole bevorzugt Lastwagen in voellig unuebersichtlichen Situationen!
7. man achte trotz alledem auf wundersame Weise dennoch auch auf die "schwachen" Verkehrsteilnehmer (Fussgaenger und Fahrradfahrer)!

Dienstag, 22. Januar 2008

Wochenende in Negombo

Am Samstag bin ich mit Judith nach Negombo gefahren. Dazu geht man hier einfach nach vorne an die Main Road und haelt irgendein vorbeifahrendes Tuk-Tuk an und versucht dann sich beim Preis nicht ganz so uebers Ohr hauen zu lassen, aber fuer unsere gaengigen Wege kennen wir mittlerweile den Preis und da lernt man wenigstens zu handeln!
Wir sind zunaechst mal etwas ziellos durch die Stadt gewandert und haben dann das bereits erwaehnte Sinhala-Buch gekauft...so wirklich weit sind wir uebrigens damit noch nicht... zufaellig sind wir dann in einer schoenen kleine Markthalle gelandet:


... einfach wunderschoen durcheinander, bunt, lebendig und natuerlich riecht es auch gut!
Auf der Suche nach ordentlichen Gewuerzhaendlern sind wir dann in einem ayurvedischen (schreibt man das so?) Laden geladen, wo diverse getrocknete Dinge rumlagen...dort haben wir dann einen Mann nur nach dem Weg zu den Gewuerzen gefragt, der hat uns dann aber gleich hingebracht und weil wir so interessierte Gesichter gemacht haben und zu doof waren ungeschaelten Reis zu erkennen (denn er liess uns alles erraten und kosten, was an den Staenden so rumlag) ist er dann geschlagene 3 oder 4 Stunden mit uns durch Negombo gelaufen. Mindestens die Haelfte davon haben wir in weiteren Markthallen verbracht...Judith und ich kennen jetzt so ungefaehr jede Frucht und jedes Gemuese, was auf dieser Insel waechst (inklusive woodapple, slimapple, 25 bananensorten und pickelige gruene gurkenaehnliche Dinger, deren Namen ich vergessen habe) und dazu die entsprechende Wirkung auf den Koerper, denn das ist alles "herbal medicine". Vom Markt ging es dann weiter in die groesste von Negombos 50 Kirchen (in Negombo sind 90 Prozent Christen) und dann mussten wir natuerlich noch etwas mit ihm trinken gehen, also zum naechsten Bistro und noch ne Stunde Tee getrunken und ueber Gott und die Welt geredet. Jetzt haben wir die Telefonnummer von seiner Tochter, die will in London studieren und wir sollen sie unbedingt anrufen und sie kennenlernen und zum Abendessen kommen...werden wir vielleicht in ein, zwei Wochen mal machen. Normalerweise fragen die Leute am Ende solcher "Fuehrungen" dann immer nach Geld, ausser dem einen Euro den ich fuer unsere 6 Ingwertees bezahlt habe, haben wir aber diesmal sogar noch Haargummis geschenkt bekommen...sehr erfreulich, lehrreich und nett!
Nach Hause sind wir dann gelaufen, hier noch zwei Bilder, die wir auf dem Weg gemacht haben:

Am Sonntag haben wir dann einen Gammeltag am Strand gemacht. Dazu wieder ein Tuk-Tuk angehalten, so gehts einfach am schnellsten... und dann zu einem der Hotelstraende gefahren. Es ist ein bisschen schade, dass man nicht so recht an den oeffentlichen Strand gehen kann. Aber da haengen dann am Wochende 300 angetrunkene junge Kerle rum und das waere einfach alles andere als ne Entspannung dort zu liegen. Also haben wir in den sauren Apfel gebissen und 750 Rupies fuer die Liege vom besten Hotel am Ort gezahlt, was immerhin so etwa stolze 5 Euro sind, also auch fuer deutsche Verhaeltnisse ganz schoen teuer, dafuer hat man wirklich seine absolute Ruhe und kann unter Palmen rumdoesen. Unser erklaertes Ziel ist es aber in den naechsten Wochen mit Hilfe des Lonely Planet, die anderen Hotels abzutelefonieren, um ein Guenstigeres zu finden...so sah es jedenfalls am Sonntagmittag von meiner Liege aus aus:

Nachdem es dann etwas zuzog haben wir uns langsam auf den Rueckweg gemacht, nicht ohne auf den Felsen am Ende des Strandes noch unseren ersten Sonnenuntergang zu bewundern (selbst Judith, die schon ueber zwei Monate hier ist, hat noch keinen so schoenen erlebt..):

Wie man sieht waren wir nicht die Einzigen, die zum Sonnenuntergang gekommen waren. Der Strand war rappelvoll mit locals die ihren Sonntagabend am Strand verbracht haben(fast alle haben hier ne 6-Tage-Arbeitswoche). Alles voll mit Familien, Autos, Bussen, Waegelchen, die Essen verkaufen, Leben, Geraeuschen...wunderbare Stimmung und sicher nicht zum letztem Mal dort gewesen.
Schliesslich auf dem Heimweg noch einen doch eher progressiv fahrenden Tuk-Tuk driver erlebt, der uns vor der Haustuer erst eroeffnete, dass er ziemlich gut Deutsch konnte, wir haben dann mit "stuti", unserem ersten Sinhala-Wort ("Danke") gekontert!
Schoenes Wochenende!

Sonntag, 20. Januar 2008

Haut.

Noch nie habe ich mir Gedanken ueber meine Hautfarbe und die damit verbundenen Zuschreibungen gemacht. Hier werde ich auf einmal jeden Tag damit konfrontiert. Meine Ueberlegungen im Vorfeld, mir eventuell die Haare zu faerben, um nicht so aufzufallen, erscheinen mir jetzt voellig laecherlich. Denn als allererstes falle ich hier durch meine Hautfarbe auf!
Auch wenn meine Haut jetzt nach zwei Wochen schon nicht mehr so winterweiss ist, bin ich dennoch hier in allererster Linie eine Weisse und nicht Anne. Das ist meistens recht anstrengend, denn weiss sein bedeutet, reich und einflussreich zu sein und natuerlich, dass man ein Touri ist. Ausser in der Firma, ist meine Hautfarbe zu jeder Zeit Anlass, mich anzuquatschen, mir etwas verkaufen zu wollen, mich bei Preisen uebers Ohr hauen zu wollen und natuerlich mich anzustarren. Nur wenige interessiert es da, dass wir hier kein Gehalt bekommen und daher nicht unermesslich reich sind und das wir hier eben keine Touris sind, sondern hier leben.
Aber all das ist nicht nur anstrengend, sondern hat auch Folgen fuer meine Einstellung den Menschen gegenueber. Manchmal muss ich mich richtig bemuehen, die Schwarzen eben auch nicht ueber einen Kamm zu scheren. Die Mehrzahl der Jungs nerven (heute hat mich sogar einer angefasst), einige sind aber doch einfach nur nett und wollen einen kennenlernen, sich auf diese wenigen dann ohne Vorurteile einzulassen, ist dann nicht immer leicht.
Hautfarben waren fuer mich nie ein Thema, ich habe natuerlich andere Hautfarben bemerkt, aber ausser dem aeusserlichen Merkmal habe ich der Person dann keine weiteren Eigenschaften, wie Intelligenz, Reichtum oder Freundlichkeit zugesprochen...hier wird es auf einmal zum allgegewaertigen Thema.
Irgendwie will man wohl immer das, was man nicht hat, auch fuer die Hautfarbe gilt das. Da knallen wir uns bei jeder Gelegenheit in die Sonne, nehmen einen Sonnenbrand in Kauf, nur um mal nicht ganz so kaesig auszusehen. In Deutschland koennen wir sogar Slebstbraeuner kaufen...hier kriegt man im Supermarkt kaum eine Hautcreme, der nicht skin-whitener zugesetzt wurde, ausserdem laufen alle Frauen draussen mit Regenschirmen, als Sonnenschutz herum...verrueckte Welt!

Samstag, 19. Januar 2008

Alltag und zu Hause

So langsam kommt so etwas wie Alltag auf... morgens stehe ich um 7:15 auf, zum Fruehstueck bekomme ich eine grosse Schale Obst (meist Banane, Papaya, Mango und Melone). Um 8:00 Uhr wartet dann drauss en vor dem Tor einer der Fahrer auf uns und bringt uns zur Firma, die in der Freihandelszone nahe beim Flughafen liegt. Die Fahrt dauert so ungefaehr eine viertel Stunde. Dann arbeite ich den ganzen Vormittag in einem leider festerlosen Buero mit voll aufgedrehter die Klimaanlage, das ist eloleider nicht so schoen. So sehe ich den ganzen Tag den Himmel nicht und muss mir in diesem wunderbar warmen Land sogar manchmal ne Strickjacke ueberziehen... Mittags fahren wir dann in verschiedene nahe gelegene kleine Restaurants, um dort zu essen. Auch den Nachmittag verbringe ich dann bis halb sechs auf der Arbeit.
In der letzten Woche habe ich mit fast allen Senior Managern Gespraeche gefuehrt, um mir mal einen Ueberblick zu verschaffen, was die eigentlich dan ganzen Tag so machen und wie sie miteinander arbeiten. Teilweise habe ich mich sehr anstrengen muessen ihr Englisch zu verstehen, aber auch mein Englisch laesst fuer meine Ansprueche noch zu wuenschen uebrig. Ich kann oft nicht genau das sagen, was ich ausdruecken moechte und muss dann teilweise umstaendlich umschreiben, aber im Laufe der Woche ist es durch die vielen Gespraeche schon viel besser geworden. Einziger Trost: niemand in der Firma ist englischer Muttersprachler und so werden kleine Fehler nicht krumm genommen.
Untereinander im Haus sprechen Judith, Joaquin und ich ausserdem auch nur Deutsch miteinander und da lernt man ja auch nicht so recht was. Heute waren Judith und ich in Negombo, die naechst groessere Stadt (nur 2 km von unserem Haus entfernt) und haben uns ein "Let's learn Sinhala"-Buch gekauft, wollen jetzt abends zusammen ein bisschen Sinhala lernen, mal sehen, wie weit wirt kommen...
Gestern hab ich mal ein paar Fotos vom Haus gemacht, damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie ich hier so lebe. Zuerst mal mein Zimmer:
Ich habe ein grosses Bett, einen Scheribtisch, einen Schrank und dieses kleine Kommoedchen. Das Zimmer ist so ungefaehr 18 qm gross.
links ist unser Essplatz, da wo die Waende so wunderschoen bemalt sind, wohnen die Fische und die beiden Schilkroeten und hinter der braunen Tuer, verbirgt sich mein Bad.
hier sieht man den Eingang und hinten sitzt Joaquin in der Fernsehecke.

hier ist Priancha, die maid und kocht Kuerbis- und Fischcurry. Da hab ich heute morgen aufgepasst und alles mitgeschrieben...vielleicht gibt es das dann zu Hause auch mal.

und hier unsere kleine "Huette" von aussen
Als naechstes kommen dann Neugikeiten von unserem Wochenende.

Dienstag, 15. Januar 2008

Fotos vom Wochenende

Heute kommen nun endlich ein paar der angekuendigten Fotos. Nachdem unsere IT-Menschen heute eingestellt haben, dass ich auch von zu Hause auf HP's komme, kann's jetzt richtig losgehen. Also I proudly present Bilder vom Wochenende in Unawatuna und Mirissa:
Bucht von Unawatuna
das gelbe Haus war unser Hostel und auf den Felsen sind wir rumgeklettert
eine fette fette Pfuetze - wenn es Euch troestet: es hat auch geregnet!
das zahnlose stumme Maennchen
westliches Ende der Bucht von Unawatuna mit Dagoba (Buddhisten-Tempel)
der Strand von Unawatuna mit Katamaran-Fischern am Abend

das ist Judith, im Hintergrund unser Hostel, vor uns das Meer, von diesen Liegestuehlen aus haben wir bei nem kuehlen Bier (hier uebrigens 0,625 l-Flaschen) die Wale gesehen Fruehstueck in Sri Lanka: Hoppers und String-Hoppers mit Dahl und Kartoffelcurry -> Koestlich und am besten mit den Fingern zu essen!

Brandung am Abend - von unseren Liegestuehlen aus zu beobachten

der "Pflegesohn" vom Hostelbesitzer, mit dem wir ein bisschen Rupie-Stuecke-ins-Gesicht-quetschen gespielt haben, danach hat er uns alle seine Rupies in die Taschen gestopft...wir haben sie unauffaellig wieder "zurueckgeschenkt"...

Sonntag, 13. Januar 2008

Gluecklich und RICHTIG angekommen!

...heute gibt es wieder Neuigkeiten von mir. Erstmal vielen Dank fuer die vielen lieben Nachrichten von Euch auf diversen Wegen, ich werd aber nicht alles beantworten koennen...dafuer ist ja diese Plattform hier gedacht.
Ich hab so viel zu erzeahlen, dass ich gar nicht so richtig weiss, wo ich anfangen soll...also am Dienstag bin ich hier "nur" gelandet, aber am Wochenende bin ich dann richtig angekommen.
Die Praktikumsaufgabe hat gut angefangen, ich kann sehr frei arbeiten, was auch nicht immer leicht ist, weil man dann ja selber denken muss... die Menschen hier in der Firma sind wirklich nett, laecheln immer und man kann mit jeder Frage kommen. Verstehe zwar nicht alles, was die hier so sagen, weil die untereinander Sinhala sprechen und auch das Englisch ist ein bisschen anders als mein Schul-Englisch, aber da komme ich schon noch rein. Habe in den naechsten Tagen erstmal Gespaeche mit allen Managern und dann bin ich sicher in Uebung.
Richtig Heimweh hatte ich eigentlich auch noch gar nicht, ich komme gar nicht dazu, darueber nachzudenken, weil alles bunt und spannend und neu ist.
Am Freitag bin ich mit dem Chef vons Janze hier und Judith (auch eine Praktikantin und meine Mitbewohnerin) nach Kogalla ganz in den Sueden gefahren, wo das andere Werk des Unternehmens ist, um mir das mal anzuschauen. Judith und ich sind dann gleich dort geblieben und haben das Wochenende am Meer verbracht. Haben in nem kleinen einfachen aber guten Hostel in Unawatuna nahe beim Strand fuer 2,5 Euro pro Nacht und Nase geschlafen, viel Fisch und allerlei Meeresgetier und Reis und Rotis und Hopper gefuttert. Am Samstag waren wir dann in Mirissa, das ist fast die suedlichste Spitze der Insel, da waren schoene Wellen und wir sind drin rumgetaucht und draufgeschwommen und das Wasser war einfach herrlich. Mit nem kuehlen Papaya- oder Mangosaft laesst es sich dann auch auf der Liege an Strand ganz gut aushalten. Haben nebenbei noch sehr nette Leute kennengelernt...unter anderem einen zahnlosen und stummen Opa, der uns mit ausladenden Bewegungen zuerst erklaert hat, was beim Tsunami in der Bucht so alles passiert ist, ne ziemliche Fahne hatte und spaeter erklaeren wollte, dass direkt am Strand alles viel zu teuer ist und nciht schmeckt und da wo wir sassen alles viel besser und billiger...aber das hatten wir ja auch schon gemerkt.
An beiden Abenden haben wir gleich neben dem Hotel auf grossen Felsbrocken am Meer im Liegestuhl gehockt und versucht den Sonnenuntergang zu sehen. Der war leider bisher nicht zu sehen, wir wurden aber mit zwei vorbeiziehenden Walen sehr gut entschaedigt!!!
Gestern waren wir dann auch noch mal am Strand, ich hab mir meinen ersten Sonnebrand eingefangen, schon ein Kleid und ne Tasche gekauft und am Nachmittag sind wir dann mit dem Bus zurueck. In Colombo am Busbahnhof noch schnell was gegessen, fuer die in der Bude arbeitenden Jungs waren unsere Indianer-roten Gesichter anscheinend ne Attraktion, die haben uns die ganze Zeit bekichert...
Trotzdem das Wochenende mit Judith wunderschoen war, gibt es doch noch Einiges woran ich mich erst noch gewoehnen muss. Ueberall rennen Soldaten mit MGs rum und an die Praesenz von Militaer ist man nun mal in Deutschland nicht so gewoehnt...da wir aber hier direkt in der Freihandelszone am Flughafen arbeiten fahren wir jeden Tag durch Kontrollen und an MG-Posten vorbei... Die Jungs die am Eingang zu unserer Strasse stehen und immer unsere Paesse sehen wollen, sind aber eigentlich nur neugierig, gestern hat der eine versucht meinen Namen auszusprechen... was dann schon eher wieder lustig war. Was mir auch etwas an die Nieren gegangen ist, ist die immer noch sehr sehr deutlich sichtbare ungeheure Zerstoerung im Sueden durch den Tsunami, viele Kilometer weit sieht man Ruine neben Ruine, bei denen eigentlich immer mindestens das Dach fehlt, meist aber eher nur noch ne halbe Hauswand oder der Stumpf einer Treppe. Daneben auch Kilometerlang viele hunderte Graeber am Rand der Strasse. Man kann sich einfach nicht vorstellen, wie es dort unten ausgesehen haben muss vor drei Jahren, wenn man jetzt immer noch sooo viele Schaeden sieht.
So nun muss ich mal wieder weiterarbeiten. Komme von zu Hause nur an die Messanger ran, ne ganze Internetseite aufzumachen, schafft die Verbindung leider nicht. Fotos lade ich dann vielleicht heute Nachmittag mal hoch.
Hier aber erstmal noch meine einheimische Handynummer: +94 774 037150, darunter koennt ihr mich immer erreichen und auch aus Deutschland SMS schicken, die dann genauso teuer ist, wie innerhalb von Deutschland.
Bis bald sagt erstmal die Annepanne

Dienstag, 8. Januar 2008

Angekommen!

...so nur schnell noch mal ein paar Worte von mir. bin hier sehr nett aufgenommen worden. das haus ist ziemlich groß, nix mit studentenbude...auf meinem weg zum bad, gibts nen kleinen teich mit kois drinnen...ach ja, ich habe ein eigenes bad... also wie schwellenland gehts mir wirklich nicht...heute abend wasren wir schon in colombo und haben dort gegessen...allerdings italienisch, also noch nix einheimisches gefuttert. die maid, die sich hier um unseren haushalt kümmert, ist ganz klein und dünn und sagt ganz oft: you say, i bring!
ach das ist hier alles so durcheinander...bin ziemlich kaputt und schreibe mal lieber, wenn ich ausgeschlafen bin!

nacht!

Montag, 7. Januar 2008

in Dubai

...es ist hier ein uhr nachts und ich stehe a so nem bloeden terminal, wo lauter neugierige menschen um einen rum stehen und einen nicht in ruhe tippen lassen...hoffe mal die koennen wenigstens kein deutsch...aber dafuer isses umsonst. muss mir noch anderthalb stunden die zeit vertreiben, dann gehts weiter nach colombo. bis jetzt war es ganz gut, flug ruhig und sicher und der abschied bloed, aber auszuhalten und im flugzeug nicht gekotzt!... muss mich erst noch an diese neue tastatur hier gewoehnen, keine umlaute mehr fuer 5 monate!
flughafen ist schick, aber auch nicht sooo spannend, viel spannender sind dafuer, die ganzen leute, die man hier so zu gesicht bekommt bzw., die hier alle so auf dem boden rumliegen...jede haut-, haar- und augenfarbe, jede groesse, kleidung, augenform, die man sich so vorstellen kann...da wird einem ja ganz international zu mute... :)
ich laufe jetzt hier noch n bisschen rum und gucke mir teuren schmuck und arabische gewaender an!
BIS BALD